THE BILLY WALTON BAND Freitag, 20. April 2018

Billy Walton (g, voc)
William Paris (b, voc)
Johnny D’Angelo (dr, voc)
Ian Gray (tb)
Sean Marks (sax)

Billy Walton hat u.a. mit Southside Johnny und Little Steven gespielt, mit Jon Bon Jovi gejammt und zählt mittlerweile zu den großen Namen in New Jersey, USA.
Billy (Baujahr ‘79) groovt und rockt, swingt und shuffelt was das Zeug hält. Er gehört der jüngeren Blues-Generation an, kennt die Wurzeln des Blues bestens, hat aber auch den Mut Neues zu erkunden und den Blues so aufmischen, dass er mehr zum Tanzen animiert, als zum Trübsal blasen. Passend zum Frühling eben und für gute Laune. So wagt er sich schon mal deutlich in Richtung New Jersey Rock vor und erinnert bisweilen ein wenig an Bruce Springsteen, um dann doch wieder zum Blues zurückzukehren, aber immer mit Power und trotzdem viel Gefühl.
Am 27.01.2015 wurde das neue Album “Wish For What You Want” veröffentlicht (Vizz Tone Label Group). Nachdem bereits das Vorgängeralbum „Crank It Up” weltweit für Furore gesorgt hat, darf man ähnliches oder sogar noch viel mehr von diesem neuen furiosen Studio-Album erwarten. Hammer starke Songs, eine treibende Rhythmus-Gruppe und fesselnde Soli-Duelle von Gitarre und Saxophone, wobei die Rock-Gitarre überwiegt und sich mitunter auch mit einer wunderschön gespielten Blues-Harp hervorragend ergänzt. Über allem steht der ausdrucksstarke Gesang von Billy Walton. Ein Album, das es in sich hat. 12 neue Songs, größtenteils rockig, auch mal bluesig und nachdenklich, aber durchweg tanzbar, mitreißend. Selbst bei den beiden Balladen auf dem Album hält es einem eigentlich nicht auf dem Sitz. Vom Groove her eben immer typisch New Jersey Sound.
Heutzutage lastet auf dem sogenannten „Jersey Sound“ eine große Last. Es gab eine Zeit, als der Jersey Sound das Beste in der amerikanischen Musikszene darstellte. Count Basie, Lionel Hampton, The Rat Pack, Dick Clark, Chubbie Checker u.v.m. prägten über Jahre den facettenreichen Jersey Sound. Tony Mart’s hieß der  Klub in dem Levon Helm spielte, als Bob Dylan ihn rief. Natürlich wissen wir alle was im Asbury Park passierte. Die von Krawallen in den späten 60’ern verwüstete Stadt wurde ein Schmelztiegel des musikalischen Experimentierens. Es war die Regel, dass Jam-Sessions erst endeten, wenn die Sonne herauskam. Bruce Springsteen & Southside Johnny waren die zwei Helden, die ihren Weg auf die großen internationalen Bühnen schafften, nachdem sie sich von demütigen Anfängen über die Clubs von New Jersey zu den Stars des Jersey Sounds empor gespielt hatten. Jahrzehntelang sind Musiker gekommen und gegangen und hatten immer gehofft, ihren Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen und einen Traum zu verfolgen. Billy Walton ist einer von denen die auszogen, um die berühmten Bretter dieser Welt zu erobern. Billy begann seine Karriere auf Long Beach Island. Dort zog er nächtelang  von Gig zu Gig begleitet von seiner Mom, da er noch zu jung war, um selbst fahren zu können und zu jung, um alleine bis in die Nacht in den Klubs spielen zu dürfen. Er war ständig auf der Suche nach anspruchsvollen Jams mit begnadeten Musikern um sich deren Tricks anzusehen und war permanent bemüht zu lernen und sich weiter zu entwickeln.
Viele Jahre verbrachte Billy seine Zeit damit, seine Fähigkeiten auf diese Art zu schärfen und seine eigene Bühnenshow zu entwickeln, bis er sich entschied, selbst ins Rampenlicht auf der Bühnenmitte zu treten, und gründete die Billy Walton Band. Die Band hatte ihren Fokus in Europa von Anfang an auf Großbritannien gerichtet, wo sie seit 2007 mit 16 Tourneen sich einen guten Namen in der fruchtbaren, aber auch hart umkämpften britischen Blues-Rock Szene machten. 2010 bekam Billy das Angebot, sich dem Meister des Asbury Park-Sounds, Southside Johnny & the Asbury Jukes anzuschließen. Den größten Teil der Jahre 2010 und 2011 reiste Billy mit den Jukes. Die meisten Leute wissen nicht, dass Southside Johnny einer von Jon Bon Jovi’s größten Einflüssen ist. Als ein Mitglied bei den Jukes bekam Billy die Möglichkeit, auch mit Jon Bon Jovi zu jammen. Gute Dinge sind der Zwischenzeit mit der Billy Walton Band passiert. In Großbritannien hat sich die Struktur mit einem Agenten und einem neuen Plattenvertrag deutlich verbessert. Daraufhin starteten sie voll durch, die erste Veröffentlichung beim neuen Label erschien im April 2012, welche von einer drei wöchigen Großbritannien-Tour begleitet wurde. Für dieses neue Album der Band wurde Richie Taz als Gast am Saxofon verpflichtet. Es ist Jersey Sound, da gehört ein Saxofon einfach dazu. Man kann sagen, dass Bruce Springsteen ein Singer-Songwriter ist oder der Frontmann einer Old-School Rock’n’Soul Band. Southside Johnny ist als Soul-Sänger der Frontmann einer Old-School Rock’n’Soul Band. Billy Walton ist ein Guitar-Hero und der Frontmann einer Old-School Rock’n’Soul Band. Das Saxofon ist das Verbindungsstück dabei, so etwas wie der rote Faden. Weil wir die donnernden Explosionen von Clarence Clemons von der E-Street-Band nicht mehr hören können (der 1,96m Hühne starb 2011), kann man stattdessen jetzt die „Schreie“ von Richie Taz genießen. So sollte man sich nur den Song „The Night the Deal Went Down“ anhören, um die betörenden Klänge von Gitarre und Saxophon zwischen Billy und Taz im vollen Umfang zu genießen. Wie ein Frage und Antwortspiel, ein Anruf und ein Rückruf, das Kreischen der Gitarre und das herzzerreißende „Schreien“ des Saxophons, fast wie eine Wettstreit, ein ständiges überbieten, aber auch ein geben und nehmen. Langzeitbassist William Paris und der exzellente Drummer Johnny D’Angelo haben sich zu einer perfekten Rhythmustruppe zusammen gefunden und runden das Line-Up der Band ab.

http://newjerseyrockband.com/music/

EINLASS: 19 UHR
SHOWTIME: 21 UHR

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