Vorverkauf: 32,50 | Abendkasse: 35,00
Fri, 11.06.2010
JOHN MAYALL
JOHN MAYALL

 

John Mayall wurde am 29. November 1933 in Macclesfield, einer englischen Kleinstadt nahe dem Industriezentrum Manchester, geboren – weit weg von der schwarzen amerikanischen Blues-Kultur, wie wir sie heute kennen. Er war der älteste von drei einfachen Arbeiterkindern und wuchs im Schatten des zweiten Weltkrieges mit der ausgedehnten Jazz-Sammlung seines Gitarre spielenden Vaters auf. So entdeckte er seinen Hang zum Blues. Beeinflusst von Größen wie Leadbelly, Albert Ammons, Pinetop Smith und Eddie Lang unterrichtete er sich ab seinem 13. Lebensjahr selbst und entwickelte dank des Klaviers eines Nachbarn, einigen geborgten Gitarren und gebrauchten Mundharmonikas seinen unverwechselbaren Stil.

Von einem Studium an der Kunsthochschule über die drei Jahre in der britischen Armee in Korea bis zu einer erfolgreichen Karriere als Grafikdesigner nahm sein Bluesgesang bis zu seinem 30. Lebensjahr nur eine untergeordnete Rolle ein. Von 1956 bis 1962 trat John öffentlich als Teilzeitkraft der Band ´The Powerhouse Four`, später in ´The Blues Syndicate` umbenannt, in Erscheinung. Dann erwies sich ´Alexis Korner`s Blues Incorporated` als Pionier dessen, was anschließend als „The British Blues Boom“ der späten Sechziger bekannt wurde. Alexis ermutigte und half John, nach London umzuziehen und dort in genügend Clubs zu spielen, um hauptberuflich unter dem Namen John Mayall`s Bluesbreakers arbeiten zu können. Nach einigen Jahren und mehrfachen Umbesetzungen traf er mit Eric Clapton einen Seelenverwandten, der die Yardbirds verlassen hatte, um Blues zu spielen. Diese historische Vereinigung gipfelte in dem ersten Hitalbum der Bluesbreakers und begründete seinen weltweiten Legendenstatus.

Nach dem Clapton und Jack Bruce die Band verlassen und Cream formiert hatten, etablierte sich eine Reihe großartiger Musiker unter Johns Führung. So wurde er sowohl als Entdecker neuer Talente als auch für seine zupackenden Interpretationen des stürmischen Chicago-Style-Blues bekannt, mit dem er aufgewachsen war. Immer dann, wenn Bandkollegen ausstiegen, um ihre eigenen Gruppen zu formieren, nahmen andere Musiker ihren Platz ein. Aus Peter Green, John McVie und Mick Fleetwood wurden Fleetwood Mac, Andy Fraser formierte Free und Mick Taylor stieg bei den Rolling Stones ein. Wie sagte Eric Clapton einmal so treffend: „John Mayall hat in der Tat eine unglaublich großartige Schule für Musiker betrieben.“

Im Zuge seiner aufblühenden Popularität in den USA sorgte John 1969 Dank seines ohne Schlagzeug aufgenommenen Akustik-Live-Album „The Turning Point“, dessen Song ´Room To Move` zum Rock-Klassiker wurde, für helle Aufregung. Für diese Scheibe bekam er Gold. Angezogen vom angenehmen Klima und der Kultur der amerikanischen Westküste zog John von England nach Laurel Canyon in Los Angeles und formierte dort Bands mit ansässigen Musikern. In den Siebzigern wurde er für seine Jazz/Rock/Blues-Innovationen mit solch namhaften Künstlern wie Blue Mitchell, Red Holloway, Larry Taylor und Harvey Mandel verehrt. Außerdem spielte er mit Blues-Größen wie Lee Hooker, T-Bone Walker und Sonny Boy Williamson auf ihren jeweils ersten englischen Club-Tourneen.

Das Jahr 1979 wurde für John Mayall eine besonders wichtige und an Höhepunkten reiche Übergangszeit, sowohl privat als auch beruflich. Der Blues erlebte ein nie zuvor gekanntes historisches Tief und Mayall bekam Schwierigkeiten, seine Bühnen- und Studiokarriere aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig begann eine weit mehr als 20 Jahre andauernde Beziehung zu seiner Ehefrau Maggie (Parker, geborene Mulacek), einer Sängerin/Songschreiberin aus Chicago, die zusammen mit der Gruppe von Harvey Mandel als Mayalls Begleitband angeheuert hatte. Ein schlimmes Unglück ereilte ihn, als eine Feuersbrunst sein von Hand gebautes und legendäres Haus in Laurel Canyon zerstörte und damit seine penibel zusammengetragenen Tagebücher, die seines Vaters, dazu Aufnahmebänder, eine riesige Sammlung an Büchern und Magazinen, seine Kunstsammlung und noch vieles mehr vernichtete. Doch Mayall blieb hartnäckig und erhob sich wieder aus der Asche.

Der Nostalgie und den vielen schönen Erinnerungen zuliebe reformierte er 1982 (zusammen mit Mick Taylor und John McVie) für einige Tourneen und den Video-Konzertfilm ´Blues Alive` die originalen Bluesbreakers mit den Gästen Albert King, Buddy Guy, Junior Wells, Etta James, Sippie Wallace und anderen. Eine komplett neue Generation von Anhängern bekam nun einen Eindruck davon, wie alles zwei Jahrzehnte zuvor bei der Geburt der „British Blues Explosion“ geklungen hatte. Mick und John kehrten also zu ihrer ursprünglichen Karriere zurück, die öffentlichen Reaktionen hatten Mayall davon überzeugt, seine packenden Blues-Wurzeln zu reanimieren. Als John McVie zu Fleetwood Mac zurückging und Mick seine Solokarriere wieder aufnahm, kehrte Mayall nach Los Angeles zurück und formierte eine neue Inkarnation der Bluesbreakers. 1984 startete die Truppe mit kommenden Stars wie etwa die Gitarristen Coco Montoya und Walter Trout sowie Schlagzeuger Joe Yuele, der noch immer Johns rhythmische Hauptstütze ist.

Auf dieser Tour präsentiert er sein
aktuelles Studioalbum „Tough“.
Seine Band besteht aus Rocky Athas (Gitarre), Greg Rzab (Bass), Jay Davenport (Schlagzeug) und Tom Canning (Keyboards).


HOMEPAGE: www.johnmayall.com







EINLASS: 19 UHR

SHOWTIME: 21 UHR



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