BERNARD ALLISON GROUP (USA) Samstag, 19. Januar 2019

Bernard Allison ist unaufhaltbar. Er ist das Gesicht auf den Zeitschriften und die Stimme im Radio. Er ist der Showstar, der beim Blues Caravan 2018 zusammen mit seinen Kollegen Mike Zito und Vanja Sky die Clubs zum Beben brachte. Er ist der Songwriter, dessen neuestes Studioalbum Let It Go bereits als heißer Tipp gilt. Er hat ein Arbeitsethos, das die meisten anderen Musiker nach Atem ringen lassen würde, doch für dieses kreative Energiewunder, das bereits mitten in seinen 50ern steckt, ist es nichts Besonderes.

Mit Let It Go startete das Blues-Jahr 2018 mit einem Knall und es fühlt sich an, als würde Bernard Allison zurück nach Hause kommen, denn sein neues Album wurde wieder bei Ruf Records veröffentlicht: dem Label, das 1994 für seinen Vater gegründet wurde – die viel zu früh verstorbene Chicagoer Blueslegende Luther Allison. Ebenso bezeichnend ist, dass Bernard Let It Go im Geburtsland des Blues, Tennessee, aufgenommen und sich beim Sound der zwölf Songs auf das Wesentliche konzentriert hat. „Let It Go wurde im Bessie Blue Studio in Stantonville, Tennessee, in Zusammenarbeit mit dem legendären Produzenten Jim Gaines aufgenommen“, berichtet Bernard. „Wir haben uns dazu entschlossen, die CD nicht mit Keyboards oder Bläsern zu überschwemmen, sondern uns wieder auf den echten, klaren Sound der Rhythmusgruppe zu konzentrieren – und auf noch besseres Songwriting.“

Seit er 1990 seine Solokarriere mit The Next Generation begann, haben sich Bernards Songwritingkünste stetig weiterentwickelt, was Let It Go eindrucksvoll unter Beweis stellt. Als Künstler, der ständig auf der Suche ist und der einst sagte, dass es beim Blues ums Experimentieren ginge, scheut Bernard nicht davor zurück vom Schema F abzuweichen.

Ohne Zweifel sieht auch Luther von oben zu und er wäre sicherlich stolz auf die bisherigen Leistungen seines jüngsten Sohnes. Am 26. November 1965 in Chicago geboren beginnt Bernard früh damit, sich durch die Plattensammlung seines Vaters die Musik von Bluesgrößen wie T-Bone Walker oder B.B. King anzuhören. Sein eigenes Talent wurde offensichtlich, als er im Alter von 13 Jahren seinen Vater überraschte und dessen erstes Album Love Me Mama Note für Note mitspielte. „Er ist total ausgeflippt und sagte ‚Heute Abend nehmen wir zusammen auf’, erinnert sich Bernard, „und so entstand meine erste Aufnahme. Ich spielte ‚You Don’t Love Me No More’ und ‚Sweet Home Chicago’.“

Nach diesem ersten Live-Auftritt in Peoria, Illinois, bildete sich Bernard durch regelmäßige Sets mit seinem Vater weiter und sein Ruf war bald so gefestigt, dass er nach der Highschool direkt zu Koko Taylors Blues Machine ging. „Koko und Pops Taylor zeigten mir, wie es auf Tour Läuft“, erinnert sich Bernard. In den 80er Jahren verkehrte Bernard schließlich in den gleichen Kreisen wie etwa dem befreundeten Gitarristen Stevie Ray Vaughan (eine Freundschaft, die seiner künstlerischen Gitarrenpalette noch mehr Farben brachte) und 1989 tat er es seinem Vater gleich und zog nach Europa. Von nun an hatte er seinen Wohnsitz in Paris. Die nächste Veröffentlichung The Next Generation im Jahr 1990 sollte der Startschuss für eine erstaunlich erfolgreiche Solokarriere sein und 28 Jahre später kann Bernard auf ein umfangreiches und viel gerühmtes Repertoire zurückblicken: Hang On, Funkifino, No Mercy, Born With The Blues, Keepin’ The Blues Alive und Times Are Changing.

Im neuen Jahrtausend kamen Alben wie Across The Water, Storms Of Life, Kentucky Fried Blues und Higher Power hinzu, während aus jüngster Vergangenheit Veröffentlichungen wie das Live-Album Energized, Chills and Thrills, The Otherside und Live at the Jazzhaus, das in Zusammenarbeit mit Cedric Burnside entstandene Allison Burnside Express sowie In The Mix von 2015 zu erwähnen sind. Wie wir eingangs schon erwähnten: Er ist unaufhaltbar und wird auch 2019 auf seiner Tour die Säle zum Beben bringen.

 

Bernard Allison- GUITAR & VOCALS

Dylan Salfer- GUITAR

George Moye- BASS

Mario Dawson- DRUMS

Jose James- SAX and PERCUSSION

 

http://www.bernardallison.com/flash.html

DOORS: 19 Uhr
SHOWTIME: 21 Uhr

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